Ambrosia - Gefahr

Eine Information der BH Südoststeiermark

Die Ambrosia ist ein schwer zu bekämpfendes Unkraut und aufgrund der Witterungsbedingungen in der Südoststeiermark weit verbreitet.

 

Die Ambrosia keimt ab März/April, die Samenbildung erfolgt im Juli/August. Eine Pflanze produziert bis zu 8 Milliarden Pollen, die mehrere 100 km weit fliegen können, und durchschnittlich 4.000 Samen, die bis zu 40 Jahre im Boden keimfähig bleiben können.

Gefährdete Gebiete - weil bevorzugte Lebensräume der Ambrosia - sind offene Bodenflächen wie Straßenbankette, Wegränder, Bahndämme, Schottergruben, Erdhalden, öffentliche Grünflächen, Hausgärten, Vogelfutterplätze und Äcker.

 

Auf Grund der von der Ambrosia ausgehenden möglichen Gesundheitsgefährdung von Menschen (Allergien) und der Gefährdung von landwirtschaftlichen Kulturen ist es daher dringend notwendig, vorhandene Bestände weitestgehend zu entfernen und die weitere Ausbreitung der Pflanze zu verhindern.

Vor diesem Hintergrund setzt man im Bezirk Südoststeiermark auf eine enge Zusammenarbeit zwischen Bezirkshauptmannschaft, Gemeinden und Landwirtschaftskammer.

 

Von Seiten der Gemeinde erfolgt die Bekämpfung im Bereich der Gemeindestraßen und -flächen.

Äcker sind von den Landwirten frei von Ambrosia zu halten.

In den übrigen Bereichen wie beispielsweise Hausgärten, Erdhalden, privaten Wegrändern udgl. ist zur erfolgreichen Vorbeugung und Bekämpfung unbedingt die Mithilfe der der Bevölkerung erforderlich.

 

Rechtsgrundlage für die Bekämpfung der Ambrosia ist das Steiermärkische Pflanzenschutzgesetz. Nach diesem sind die Eigentümer und Pächter von Grundstücken verpflichtet, ihre Grundstücke frei von Ambrosiapflanzen zu halten.

Bei Missachtung dieser Verpflichtung kann die Bezirkshauptmannschaft Maßnahmen zur Bekämpfung und Verhütung der weiteren Ausbreitung vorschreiben. Diese reichen von der mechanischen Entfernung, der chemischen Bekämpfung mit zugelassenen Pflanzenschutzmitteln, der konsequenten Reinigung der Arbeitsgeräte bis hin zur Vorschreibung einer bestimmten Fruchtfolge.

Werden die vorgeschriebenen Maßnahmen vom Grundeigentümer oder Pächter dennoch nicht vorgenommen, kann die Bezirksverwaltungsbehörde diese selbst durchführen bzw. durchführen lassen. Dies auf Kosten des verpflichteten Eigentümers oder Pächters.

Zudem sind – je Übertretung – Verwaltungsstrafen bis zu EUR 7.270 zu verhängen.

 

Meldungen über Ambrosiavorkommen werden in den Gemeinden und bei der Bezirkshauptmannschaft Südoststeiermark entgegengenommen.