Wasserversorgung Grenzland Südost

Erfolgreiches Unternehmensjahr 2016 mit Rekordwasserabgabe

Die Wasserversorgung Grenzland Südost hat am 6. Feber 2017 ihre diesjährige Mitgliederversammlung abgehalten. Obmann Bgm. Ing. Josef Ober konnte in seinem umfangreichen Tätigkeitsbericht eine zufriedenstellende Bilanz ziehen. 

2016 konnte eine Wasserabgabe von rd. 2.850.000 Kubikmetern verzeichnet werden. Der bisherige Höchstwert aus dem Jahr 2015 mit einem trockenen und heissen Sommer konnte somit überschritten werden. Durch die anhaltende Anschlusstätigkeit von Haushalten in den Gemeinden wird mittlerweile ein Versorgungsgrad von rund 70 % erreicht, was eben zu dieser Steigerung der Wasserabgabe an die Gemeinden beiträgt. 

Das den Mitgliedern gelieferte Trinkwasser weist zu jeder Zeit einwandfreie Trinkwasserqualität auf. Sorgen für das neue Jahr bereitet der aktuell niedrige Grundwasserstand. Sollten im Frühjahr keine ausreichenden Niederschläge erfolgen, könnte sich eine kritische Situation ergeben. Diesbezüglich wurde mit der erfolgten Vernetzung und mit der Transportleitung Oststeiermark bereits bestens Vorsorge getroffen.

Neben dem Haushaltsplan für das Jahr 2017 mit weiteren notwendigen Infrastrukturmaßnahmen zur Aufrechterhaltung und Verbesserung der Versorgungssicherheit wurde auch der Jahresabschluss 2015 mit einem positiven Ergebnis beschlossen.

Zu Änderungen ist es auch im Vorstand gekommen. Nach dem Ausscheiden von Herrn Vzbgm. a.D. Gerhard Puntigam und Herrn GR Ernst Walisch wurden Herr GK Franz Pranger aus Gnas und Herr Finanzstadtrat MMag. Josef Kaufmann aus Mureck neu in den Vorstand gewählt.

Besonders erfreulich war auch die Aufnahme der Gemeinde Großwilfersdorf in den Verband. Damit kann die kommunale Versorgung der Gemeinde aus eigenen Brunnen mit einem zweiten Standbein für Notfälle abgesichert werden. 

Beschlossen wurde über Antrag des Obmannes auch die Erstellung eines Konzeptes zur Errichtung von leistungsfähigen Notfallhydranten im Transportleitungssystem des Verbandes, um bei Großbränden oder Notfällen anderer Art über ausreichende Wassermengen verfügen zu können. Dieses Projekt soll vom Verband in Abstimmung mit den Gemeinden und den örtlichen Feuerwehren in Angriff genommen werden. Erste Ergebnisse sollen dann schon bei der nächsten Mitgliederversammlung präsentiert werden.

Diskutiert und den Gemeindevertretern näher gebracht wurde auch die Notwendigkeit einer kostendeckenden und nachhaltigen Gebührengestaltung in den Gemeinden. Vor allem im Hinblick auf die Alterungen der Wassernetze in den Gemeinden sollten Vorsorgemodelle mit Ausweisung der anstehenden Reinvestitionen erstellt werden, damit die notwendigen Rücklagen für diese Maßnahmen geschaffen werden können.

Breiten Raum nahm auch das mit 1. Jänner 2016 in Kraft getretene Regionalprogramm Grundwasserschutz von Graz bis Radkersburg ein, welches die Trinkwasserqualität in Entsprechung der Vorgaben des Wasserrechtsgesetzes und der EU-Wasserrahmenrichtline (Stichwort Nitratbelastung durch Überdüngung) langfristig sichern soll. Diese notwendige und vom Land erlassene Verordnung stösst nach wie vor auf Widerstand der Landwirtschaftskammer bzw. eines Teiles der betroffenen Landwirte und wurden daher auf höchster politischer und Verwaltungsebene des Landes Arbeitsgruppen mit dem Ziel installiert, mögliche (fachlich begründete) Anpassungs- und Änderungsvorschläge auszuarbeiten.

Ehrungen langjähriger verdienter Mitarbeiter des Unternehmens rundeten die Versammlung ab.